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Allgemeine Geschäftsbedingungen

Nutzungsbedingungen für Kontavio

§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend "AGB") regeln das Vertragsverhältnis zwischen

LF Digital Solutions LLC 30 N Gould St Ste N Sheridan, WY 82801, USA E-Mail: help@kontavio.com

(nachfolgend "Anbieter")

und den Nutzern (nachfolgend "Nutzer") der webbasierten Anwendung "Kontavio" (nachfolgend "Dienst").

(2) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Nutzers werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn und soweit der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.

(3) Der Dienst richtet sich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, insbesondere an digitale Nomaden mit US-amerikanischer Limited Liability Company (US-LLC). Der Dienst ist nicht für Verbraucher im Sinne des § 13 BGB konzipiert.


§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung

(1) Der Anbieter stellt dem Nutzer eine webbasierte Buchhaltungs- und Finanzverwaltungssoftware als Software-as-a-Service (SaaS) zur Verfügung. Der Dienst umfasst insbesondere folgende Funktionen:

  • Multi-Entity-Verwaltung: Verwaltung mehrerer US-LLCs in einer Anwendung
  • Rechnungserstellung: Erstellung, Verwaltung und PDF-Generierung von Rechnungen
  • Kunden- und Lieferantenverwaltung: Anlage und Pflege von Geschäftskontakten
  • Bankkonten-Verwaltung: Verwaltung von Bankkonten verschiedener Anbieter und Währungen
  • Transaktionsmanagement: Import von Kontoauszügen (CSV, CAMT.053, MT940), manuelle Erfassung und Kategorisierung
  • Open Banking: Optionale Anbindung von Bankkonten via PSD2/Open Banking
  • Reporting: Erstellung von Jahresreports und Finanzanalysen
  • Vermögensübersicht: Aggregierte Darstellung von Geschäfts- und Privatvermögen
  • Fristen und Firmenunterlagen: Übersicht über wiederkehrende Fristen der LLC (zum Beispiel Annual Report, Registered Agent, Form 5472) und Ablage der Gründungsunterlagen
  • Form-5472-Fragebogen: Erstellung eines PDF mit den Angaben für Form 5472 und die Pro-forma 1120 (§ 7a)

(2) Der konkrete Leistungsumfang richtet sich nach der jeweils aktuellen Leistungsbeschreibung auf der Website des Anbieters und dem vom Nutzer gewählten Tarif.

(3) Der Anbieter ist berechtigt, den Dienst weiterzuentwickeln, zu verbessern und anzupassen, insbesondere um Funktionen zu erweitern, die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern oder technischen Entwicklungen Rechnung zu tragen. Wesentliche Einschränkungen des bestehenden Leistungsumfangs werden den betroffenen Nutzern mindestens 30 Tage im Voraus angekündigt.


§ 3 Registrierung und Nutzerkonto

(1) Die Nutzung des Dienstes setzt eine Registrierung oder die Übernahme eines Kontos voraus, das ein Partner des Anbieters eingerichtet hat (§ 3a). Bei der Registrierung sind wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen. Der Nutzer ist verpflichtet, seine Angaben bei Änderungen unverzüglich zu aktualisieren.

(2) Jeder Nutzer darf nur ein Nutzerkonto anlegen. Die Weitergabe von Zugangsdaten an Dritte ist nicht gestattet.

(3) Der Nutzer ist für die Vertraulichkeit und sichere Verwahrung seiner Zugangsdaten (E-Mail-Adresse und Passwort) selbst verantwortlich. Er haftet für sämtliche Aktivitäten, die unter Verwendung seiner Zugangsdaten vorgenommen werden, sofern er den Missbrauch nicht zu vertreten hat.

(4) Der Nutzer ist verpflichtet, den Anbieter unverzüglich zu informieren, wenn er Anhaltspunkte dafür hat, dass seine Zugangsdaten von einem unbefugten Dritten genutzt werden.

(5) Der Anbieter behält sich vor, Registrierungen ohne Angabe von Gründen abzulehnen. Ein Anspruch auf Abschluss eines Nutzungsvertrages besteht nicht.


§ 3a Vom Partner eingerichtete Konten

(1) Partner des Anbieters, etwa die Agentur, die die LLC des Nutzers gegründet hat, können für ihre Mandanten ein vorbereitetes Konto einrichten. Sie tragen dabei Name und E-Mail-Adresse des Nutzers, die Firmendaten der LLC und gegebenenfalls Gründungsunterlagen ein. Der Nutzer erhält eine Einladung per E-Mail.

(2) Bis zur Übernahme besteht zwischen Nutzer und Anbieter kein Vertrag. Das vorbereitete Konto kann bis dahin von niemandem genutzt werden, auch nicht vom Partner. Der Nutzer kann die Einladung ablehnen. Der Anbieter löscht das vorbereitete Konto dann mit allen übermittelten Daten. Nicht angenommene Einladungen löscht der Anbieter nach 90 Tagen.

(3) Nimmt der Nutzer die Einladung an, legt er ein Passwort fest und akzeptiert diese AGB. Damit kommt der Nutzungsvertrag zustande, und das Konto gehört allein dem Nutzer. Die Testphase nach § 4 Abs. 3 beginnt mit der Übernahme, nicht mit der Einrichtung durch den Partner.

(4) Die Daten, die der Partner eingetragen hat, stammen nicht vom Anbieter. Der Nutzer prüft sie nach der Übernahme, insbesondere Gründungsdatum, Bundesstaat und Angaben zum Registered Agent, weil der Dienst daraus Fristen berechnet. § 6 Abs. 2 gilt entsprechend.

(5) Nach der Übernahme hat der Partner keinen Zugriff auf das Konto. Er sieht nur, dass das Konto aktiv ist. Bucht der Nutzer einen kostenpflichtigen Tarif, zahlt der Anbieter dem Partner eine Provision. Der Preis für den Nutzer ändert sich dadurch nicht.

(6) Leistungen des Partners, etwa Gründung, Registered-Agent-Service oder die Einreichung von Steuerformularen, sind nicht Gegenstand dieses Vertrags. Dafür gilt allein die Vereinbarung zwischen Nutzer und Partner. Der Anbieter haftet nicht für diese Leistungen.


§ 4 Testzeitraum, Tarife und Zahlung

(1) Der Dienst wird in einem kostenlosen Tarif (Free) und in kostenpflichtigen Tarifen angeboten. Welche Funktionen und Grenzen zu welchem Tarif gehören und was die kostenpflichtigen Tarife kosten, ergibt sich aus der Preisübersicht zum Zeitpunkt der Buchung.

(2) Der Free-Tarif ist unbefristet kostenlos und in Funktionen und Mengen begrenzt. Der Anbieter kann den Umfang des Free-Tarifs für die Zukunft ändern. Wesentliche Einschränkungen kündigt er nach § 2 Abs. 3 mindestens 30 Tage vorher an.

(3) Neue Nutzer erhalten eine kostenlose Testphase von 14 Tagen im Umfang des Pro-Tarifs. Sie beginnt mit der Registrierung bzw. bei vom Partner eingerichteten Konten mit der Übernahme (§ 3a Abs. 3). Für die Testphase sind keine Zahlungsdaten nötig. Sie endet automatisch. Bucht der Nutzer keinen kostenpflichtigen Tarif, läuft das Konto danach im Free-Tarif weiter. Bereits erfasste Daten bleiben erhalten. Funktionen, die nicht zum Free-Tarif gehören, stehen dann nicht mehr oder nur eingeschränkt zur Verfügung. Mit einem Empfehlungscode kann die Testphase verlängert oder ein Rabatt gewährt werden, soweit das beim Code angegeben ist.

(4) Kostenpflichtige Tarife werden monatlich oder jährlich im Voraus über den Zahlungsdienstleister Stripe abgerechnet. Es gelten die bei der Buchung angezeigten Preise. Akzeptierte Zahlungsmethoden richten sich nach den bei Stripe verfügbaren Optionen.

(5) Ein kostenpflichtiges Abonnement verlängert sich jeweils um die gewählte Abrechnungsperiode, sofern es nicht vorher gekündigt wird. Die Kündigung ist jederzeit über die Kontoeinstellungen oder das Stripe-Kundenportal möglich und wird zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode wirksam. Danach läuft das Konto im Free-Tarif weiter.

(6) Bei Nichtzahlung oder fehlgeschlagener Zahlung kann der Anbieter den Zugang auf den Umfang des Free-Tarifs beschränken, bis die Zahlung eingegangen ist. Bereits eingegebene Daten bleiben gespeichert.

(7) Wechselt der Nutzer in einen Tarif mit niedrigeren Grenzen, etwa bei der Zahl der Firmen, bleiben bestehende Daten erhalten. Neue Einträge sind erst wieder möglich, wenn die Grenzen des neuen Tarifs eingehalten sind.

(8) Zusatzleistungen außerhalb der Tarife, insbesondere der kostenpflichtige Einreich-Service für Form 5472, sind nicht Teil eines Tarifs. Für sie gelten gesonderte Bedingungen, die vor der Beauftragung angezeigt werden.


§ 5 Verfügbarkeit und Wartung

(1) Der Anbieter ist bemüht, den Dienst mit einer möglichst hohen Verfügbarkeit bereitzustellen. Der Nutzer erkennt an, dass eine 100%ige Verfügbarkeit technisch nicht erreichbar ist.

(2) Der Anbieter ist berechtigt, den Dienst vorübergehend einzuschränken oder auszusetzen, wenn dies aus technischen Gründen erforderlich ist, insbesondere für:

  • Wartungsarbeiten und Software-Updates
  • Behebung von Sicherheitslücken
  • Maßnahmen zur Systemstabilisierung

Geplante Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit außerhalb der Hauptnutzungszeiten durchgeführt und rechtzeitig angekündigt.

(3) Der Anbieter haftet nicht für Unterbrechungen, die auf höhere Gewalt, Störungen der öffentlichen Kommunikationsnetze, Stromausfälle oder sonstige Umstände zurückzuführen sind, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen.


§ 6 Pflichten des Nutzers

(1) Der Nutzer verpflichtet sich, den Dienst ausschließlich für rechtlich zulässige Zwecke und im Rahmen dieser AGB zu nutzen. Insbesondere ist es untersagt:

  • Den Dienst zur Verschleierung von Einnahmen, Steuerhinterziehung oder sonstigen rechtswidrigen Zwecken zu nutzen
  • Die technische Infrastruktur des Dienstes durch unangemessene Belastung zu beeinträchtigen
  • Sicherheitsmechanismen des Dienstes zu umgehen oder zu manipulieren
  • Inhalte hochzuladen, die gegen geltendes Recht verstoßen

(2) Der Nutzer ist allein verantwortlich für die Richtigkeit, Vollständigkeit und rechtliche Zulässigkeit der von ihm in den Dienst eingegebenen Daten. Der Anbieter prüft die eingegebenen Daten nicht auf inhaltliche Richtigkeit.

(3) Der Nutzer ist verpflichtet, seine Daten regelmäßig in geeigneter Weise zu sichern (z. B. über die Export-Funktionen des Dienstes). Der Anbieter erstellt regelmäßige Backups, übernimmt jedoch keine Garantie für die Wiederherstellung einzelner Datensätze.


§ 7 Keine Steuer- oder Rechtsberatung

(1) Der Dienst stellt ausschließlich ein technisches Werkzeug zur Organisation und Verwaltung von Finanzdaten dar. Die bereitgestellten Funktionen — einschließlich der KI-gestützten Kategorisierung, der Report-Generierung und der Vermögensübersicht — stellen keine steuerliche, rechtliche oder betriebswirtschaftliche Beratung dar.

(2) Der Nutzer ist selbst dafür verantwortlich, dass seine Buchführung den für ihn geltenden gesetzlichen Anforderungen entspricht. Der Anbieter empfiehlt, für steuerliche und rechtliche Fragen stets einen qualifizierten Steuerberater oder Rechtsanwalt hinzuzuziehen.

(3) Insbesondere entbindet die Nutzung des Dienstes den Nutzer nicht von seiner Pflicht, Steuererklärungen ordnungsgemäß und fristgerecht einzureichen.


§ 7a Form-5472-Fragebogen und Einreichung

(1) Der Dienst bietet einen Fragebogen, aus dem ein PDF mit den Angaben entsteht, die ein Tax Consultant zum Ausfüllen von Form 5472 und der Pro-forma 1120 braucht. Je nach Tarif trägt der Dienst Zahlen aus der Buchhaltung vorab ein. Der Nutzer prüft alle Angaben vor dem Abschicken.

(2) Fragebogen und PDF sind keine Steuerberatung und keine Steuererklärung. Der Anbieter füllt mit dieser Funktion weder Form 5472 noch die Pro-forma 1120 aus, prüft die Antworten nicht auf steuerliche Richtigkeit und reicht nichts beim IRS ein. § 7 gilt ergänzend.

(3) Die Formulare füllt ein Tax Consultant aus. Unterschreiben muss sie der Nutzer bzw. der zuständige Owner der LLC selbst. Eingereicht wird per Fax oder Post. Für richtige Angaben, Unterschrift und fristgerechte Einreichung bleibt der Nutzer verantwortlich, auch wenn er Dritte damit beauftragt. Versäumte oder fehlerhafte Einreichungen können zu erheblichen Strafzahlungen führen. Die Fristenübersicht des Dienstes ist eine Erinnerungshilfe ohne Gewähr.

(4) Der Nutzer entscheidet, wer das PDF erhält: Er kann es herunterladen oder vom Dienst an eine E-Mail-Adresse schicken lassen, die er selbst angibt. Für die richtige Adresse ist er verantwortlich. Für die LLC, die ein Partner nach § 3a eingerichtet hat, geht das PDF mit dem Abschicken automatisch an diesen Partner. Ein anderer Weg ist für diese LLC nicht vorgesehen. Der Anbieter haftet nicht dafür, wie der Empfänger mit dem PDF umgeht.

(5) Mit "Anfrage stellen" bittet der Nutzer den Anbieter um ein Angebot für den kostenpflichtigen Einreich-Service. Die Anfrage ist unverbindlich und begründet noch keinen Vertrag über diesen Service. Der Anbieter meldet sich per E-Mail mit dem Festpreis und den nächsten Schritten. Ein Vertrag kommt erst zustande, wenn beide Seiten ihn nach den dafür geltenden gesonderten Bedingungen schließen. Mit der Anfrage ist der Nutzer einverstanden, dass sein Fall mit PDF und Kontaktdaten an die Person geht, die beim Anbieter die Formulare bearbeitet. Den gewählten Weg kann der Nutzer danach in der Anwendung nicht mehr wechseln.

(6) Markiert der Nutzer einen Fall als eingereicht, ist das seine eigene Angabe. Der Anbieter kann nicht prüfen, ob die Formulare beim IRS eingegangen sind.


§ 8 Datenschutz

Der Schutz der personenbezogenen Daten des Nutzers ist dem Anbieter ein wichtiges Anliegen. Die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten erfolgt gemäß der Datenschutzerklärung des Anbieters, die unter Datenschutzerklärung abrufbar ist und Bestandteil dieses Vertragsverhältnisses ist.


§ 9 Geistiges Eigentum und Nutzungsrechte

(1) Alle Rechte an der Software, dem Design, den Texten und sonstigen Inhalten des Dienstes liegen beim Anbieter. Der Nutzer erhält ein einfaches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht zur bestimmungsgemäßen Nutzung des Dienstes für die Dauer des Vertragsverhältnisses.

(2) Die vom Nutzer in den Dienst eingegebenen Daten (Rechnungen, Kundendaten, Transaktionen etc.) verbleiben im alleinigen Eigentum des Nutzers. Der Anbieter erwirbt an diesen Daten keinerlei Rechte über das zur Erbringung des Dienstes erforderliche Maß hinaus.

(3) Der Nutzer räumt dem Anbieter das Recht ein, die eingegebenen Daten im erforderlichen Umfang zu verarbeiten, insbesondere zur Speicherung, Anzeige, PDF-Generierung und — sofern aktiviert — zur KI-gestützten Kategorisierung.


§ 10 Haftungsbeschränkung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen.

(2) Bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) haftet der Anbieter auch bei einfacher Fahrlässigkeit, jedoch begrenzt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf.

(3) Die Haftung für mittelbare Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn und Datenverluste ist — soweit gesetzlich zulässig — ausgeschlossen. Dies gilt insbesondere für:

  • Finanzielle Nachteile durch fehlerhafte Dateneingabe des Nutzers
  • Steuerliche Konsequenzen aus der Nutzung des Dienstes
  • Schäden durch den Ausfall von Drittanbieter-Diensten (z. B. Enable Banking, Resend)

(4) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz.

(5) Der Anbieter haftet nicht für die inhaltliche Richtigkeit der durch KI-gestützte Funktionen erzeugten Kategorisierungen und Vorschläge. Diese dienen ausschließlich als Entscheidungshilfe und ersetzen nicht die Prüfung durch den Nutzer.


§ 11 Kündigung und Vertragsbeendigung

(1) Der Nutzer kann den Nutzungsvertrag jederzeit ohne Angabe von Gründen kündigen, indem er sein Konto in den Einstellungen löscht oder eine E-Mail an den Anbieter sendet.

(2) Der Anbieter kann den Nutzungsvertrag mit einer Frist von 30 Tagen zum Monatsende ordentlich kündigen.

(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Parteien unberührt. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere vor, wenn:

  • Der Nutzer gegen wesentliche Bestimmungen dieser AGB verstößt und den Verstoß nach Abmahnung nicht innerhalb angemessener Frist abstellt
  • Der Nutzer den Dienst für rechtswidrige Zwecke nutzt
  • Der Nutzer wiederholt die Sicherheit oder Verfügbarkeit des Dienstes gefährdet

(4) Nach Beendigung des Vertragsverhältnisses hat der Nutzer die Möglichkeit, seine Daten innerhalb von 30 Tagen über die Export-Funktionen herunterzuladen. Nach Ablauf dieser Frist werden sämtliche personenbezogenen Daten und Geschäftsdaten des Nutzers unwiderruflich gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.


§ 12 Änderungen der AGB

(1) Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern oder zu ergänzen. Änderungen werden dem Nutzer mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail oder über den Dienst mitgeteilt.

(2) Widerspricht der Nutzer den geänderten AGB nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Änderungsmitteilung, gelten die geänderten AGB als akzeptiert. In der Änderungsmitteilung wird der Nutzer auf sein Widerspruchsrecht und die Folgen des Schweigens ausdrücklich hingewiesen.

(3) Widerspricht der Nutzer den geänderten AGB, sind beide Parteien berechtigt, den Nutzungsvertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung zu kündigen. Bis zur Kündigung gelten die bisherigen AGB weiter.


§ 13 Schlussbestimmungen

(1) Auf diese AGB und das gesamte Vertragsverhältnis zwischen dem Anbieter und dem Nutzer findet deutsches Recht Anwendung unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG), soweit nicht zwingende verbraucherschützende Vorschriften des Aufenthaltsstaates des Nutzers entgegenstehen.

(2) Sofern der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis der Sitz des Anbieters (Sheridan, Wyoming, USA). Der Anbieter ist darüber hinaus berechtigt, den Nutzer an dessen allgemeinem Gerichtsstand zu verklagen.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.

(4) Die etwaige Unwirksamkeit einer oder mehrerer Bestimmungen dieser AGB berührt nicht die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen.

(5) Es gilt die jeweils aktuelle Fassung dieser AGB, die auf der Website des Anbieters eingesehen werden kann.

Stand: 28. September 2026